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JuLis Braunschweig begrüßen Lockerung der Rezeptpflicht von „Pille danach“ PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 27. November 2014
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Die europäische Arzneimittelagentur hat sich für die Freigabe des Präparats EllaOne ausgesprochen – in einem Beschluss stuft sie diese „Pille danach“ als rezeptfrei ein, sodass sie ohne Verordnung in der gesamten Europäischen Union erworben werden könnte, sofern die Europäische Kommission der Empfehlung nachkommt. Bisher hat sich die Bundesregierung gegen die Rezeptfreiheit gewehrt. Die Jungen Liberalen Braunschweig begrüßen den europäischen Vorstoß. Dazu erklärt der Kreisvorsitzende Moritz Voelkner:

„Wir JuLis fordern schon seit langem die längst überkommene und medizinisch kaum begründbare Rezeptpflicht der „Pille danach“ abzuschaffen.  Die neueren Ulipristalacetat-Präparate freizugeben ist aber nur ein Anfang: Gesundheitsminister Gröhe muss nun auch die Freigabe der älteren Levonorgestrel-Präparate angehen. Beide Präparate werden verwendet und ihre Rezeptpflicht sollte nicht unterschiedlich sein.

Die „Pille danach“ ist als Notfallmaßnahme das letzte Mittel um einer ungewollten Schwangerschaft zu entgehen. Vielen jungen Frauen würde die Freigabe extrem helfen – vor allem in ländlicheren Regionen. Nicht nur das Aufsuchen von Arzt, notdiensthabenden Gynäkologen oder Krankenhaus, sondern auch die Angst Bekannte dort anzutreffen kann ein Hemmnis darstellen. Doch auch in Städten ist es oft noch schwer die Präparate unkompliziert zu erhalten: Dies zeigte sich erst im letzten Jahr in Köln, als einer Vergewaltigten die „Pille danach“ in zwei katholischen Kliniken aus ethischen Gründen verwehrt blieb. Wir sollten es vielen unserer europäischen Nachbarn gleichtun und endlich beide Präparate freigeben!“ 
 
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