JuLis BS fordern Pilotprojekt fur Pfand
Montag, 18. August 2014
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Der Kreisverband der Jungen Liberalen Braunschweig fordert die Stadt Braunschweig auf Pfandvorrichtungen (Pfandringe, Pfandkisten oder Vergleichbares) an öffentlichen Abfallbehältern zu installieren. Die liberale Jugendorganisation schlägt vor den Einsatz im Rahmen eines Pilotprojekts zu testen –wie es beispielsweise auch die Stadt Bamberg tat-, bei dem erstmal an besonders vielversprechenden, auserwählten Abfallbehältern Pfandvorrichtungen angebracht werden. Im Erfolgsfall sollen diese dann großräumiger eingesetzt werden – allerdings nicht flächendeckend. Denkbar für die Liberalen wären insbesondere die „Meile“ (Kalenwall, Südstraße, Gieseler Wall), große Plätze in der Innenstadt und die Parks (z.B. Prinzenpark). 

„Der Einsatz von Pfandvorrichtungen kann einen großen Gewinn bedeuten: Wertstoffe würden häufiger recycelt werden, die Stadt hätte geringere Entsorgungskosten für den öffentlich anfallenden Müll und auch Reinigungskosten für beispielsweise heruntergefallene Glasflaschen, die für Sammler auf den Mülleimern hinterlassen wurden, könnten sinken. Pfandvorrichtungen sind auf Dauer also nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch ökonomisch. Gerade an hochfrequentierten Plätzen rechnen wir damit, dass sich die Anschaffung auf lange Sicht lohnen kann“, begründet der Kreisvorsitzende M. VOELKNER die Forderung. 

In vielen Städten wie zum Beispiel Köln, Hamburg oder Berlin hatten Pfandringe schon Praxiseinsätze. Sie bieten die Möglichkeit Pfandflaschen nicht in den Müll zu werfen –wo sie für Pfandsammler schwer zugänglich sind und im Zweifelsfall entsorgt werden-, sondern sicher für den nächsten Pfandsammler zu platzieren. 

VOELKNER erklärt: „Für manche senken die geringen Pfandbeträge die Hemmschwelle den Wertstoff in den Müll zu werfen, wieder andere sind aber auf diese Pfandgelder angewiesen. Pfandvorrichtungen würden es den Sammlern leichter machen an die Flaschen zu gelangen, ohne minutenlang in dem Abfall ihrer Mitmenschen wühlen zu müssen.“